HC Koblenz III – SSV Wissen 28:21 (13:14)
Im Spitzenspiel der Bezirksoberliga beim Tabellenzweiten HC Koblenz III musste sich der SSV 95 Wissen am Ende geschlagen geben – trotz eines furiosen Beginns und großer kämpferischer Leistung.
Die Wissener waren mit lediglich zehn Spielern angereist, darunter einige Akteure angeschlagen oder mit Trainingsrückstand. Die personellen Voraussetzungen waren also alles andere als ideal. Umso beeindruckender war der Start in die Partie: „Wir sind hervorragend ins Spiel gekommen, waren hellwach in der Abwehr und haben unsere Chancen konsequent genutzt. Nach wenigen Minuten führten wir 6:1, und in den ersten elf Minuten gelang Koblenz lediglich ein einziger Treffer.“
In dieser Phase setzte der SSV genau das um, was man sich vorgenommen hatten: kompakt verteidigt, mit Tempo nach vorne gespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Doch Koblenz fand über Kampf und zunehmende Härte zurück ins Spiel. „Wir haben es in dieser Phase versäumt, unsere Führung weiter auszubauen. Stattdessen ließen wir uns etwas den Schneid abkaufen, trafen nicht mehr so konsequent und gingen am Ende nur mit einer Ein-Tor-Führung in die Halbzeit – gemessen am Spielverlauf eigentlich zu wenig.“
Nach dem Seitenwechsel kam Koblenz deutlich besser aus der Kabine. Der breitere Kader und die größere Routine machten sich zunehmend bemerkbar. Während die Wissener dem hohen Tempo und der Intensität Tribut zollen mussten, konnte der Gastgeber immer wieder wechseln und neue Impulse setzen.
„Mit lediglich sieben Toren in der zweiten Halbzeit gewinnt man auswärts bei einem Spitzenteam kein Spiel. Die Ursachen lagen für mich klar auf der Hand: schwindende Kräfte, fehlende personelle Alternativen – aber vor allem eine nachlassende Konzentration und Bereitschaft, in jeder Aktion konsequent zu bleiben. Wir haben in dieser Phase zu viele einfache Fehler gemacht und uns zu schnell verunsichern lassen.“
Trotz der Niederlage bleibt festzuhalten, dass die Wissener über weite Strecken gezeigt haben, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Mit voller Besetzung und konstanter Trainingsarbeit kann man auf diesem Niveau absolut mithalten. Daran muss in den kommenden Wochen angeknüpft werden. Das wird auch von Nöten sein, da sich die Mannschaften im Tabellenumfeld des SSV derzeit stark präsentieren und Punkten und ein Abrutschen in der Tabelle möglich ist.
Es spielten: Reifenrath – Scholz (3), Diederich (6/1), Brenner (1), Walterschen (3), Schulz, Perez-Leal, Tomm (1), Hombach (3/2), Mosen (4)
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