Rabenschwarzer Tag und Heimniederlage für die Damen

SSV95 Wissen – HSV Rhein-Nette 6:23 (2:11)

Wissen. Beim zweiten Saisonspiel mussten die Damen nach einer guten Leistung im ersten Spiel gegen den VfL Hamm einen herben Dämpfer einstecken. In eigener Halle kam die Mannschaft ohne Trainer Andreas Gross nicht über sechs eigene Treffer hinaus und musste gegen die erste Mannschaft des HSV Rhein-Nette eine Niederlage mit 17 Toren Differenz hinnehmen.

Gleich zu Beginn der Partie tat sich die gastgebende Mannschaft äußerst schwer. Gegen die offensiv ausgerichtete Gäste-Abwehr fiel der von Vertretungs-Trainer Christian Hombach gecoachten Wissener Mannschaft wenig ein. Nie gelang es, wirklich Druck aufzubauen. Stets waren mindestens zwei herausgetretenen Abwehrspielerinnen zur Stelle, die das SSV-Angriffsspiel unterbinden konnten. So dauerte es bis zur zehnten Minute, ehe Larissa Henrich das erste Tor für den SSV erzielen konnte. In der Zwischenzeit stand auch die Abwehr alles andere als gut. Immer wieder gelang es der gegnerischen Kreisläuferin, Sperren zu stellen, die die Gastgeberinnen nicht zu verteidigen wussten. Dies änderte sich auch nach dem ersten Tor den SSV nur schleppend, wodurch die Heimischen bereits mit 1:10 zurücklagen, ehe der zweite Treffer der Partie gelang. So ging es beim Stand von 2:11 in die Pause.

In dieser wurden die zu Anfang fehlende und später bessere Aggressivität in der Abwehr angesprochen. Auch werde es im zweiten Spielabschnitt aufgrund der mehr oder weniger bereits entschiedenen Partie wichtig sein, gedanklich bei Null zu starten und eine deutlich bessere Halbzeit zu spielen. Ferner solle die im Vorfeld angekündigte Rotation, die während der Spielminuten 1-30 recht überschaubar war, nun Einzug halten und zu guter Letzt hatte es die gesamte Truppe nach der Ansicht einiger Spielerinnen daran fehlen lassen, eine Mannschaft darzustellen. Und auch das – ein Team sein, sich gegenseitig aufmuntern und generell anzufeuern – sollten von jetzt an stattfinden.

Eine wirkliche Leistungssteigerung zeigte sich auch im zweiten Spielabschnitt nicht. Zwar gelang es in der Abwehr phasenweise besser zu stehen, durch einige Auswechslungen wurde die gefundene Stabilität aber häufig genug wieder verworfen. Im Angriff gelang es der Mannschaft von der Sieg später, den Ball besser laufen zu lassen und so die sich in der weiterhin offensiv orientierten Abwehr der Gäste ergebenden Lücken zu finden und gute Wurfchancen herauszuspielen. Lediglich die Verwertung der Möglichkeiten blieb mangelhaft: Pfosten, Latte und die gut aufgelegten Torhüterinnen wurden entschieden häufiger getroffen, als das Tornetz. Auch das Vergeben von vier der zugesprochenen sechs Siebenmeter zeigt die Verunsicherung der SSV Damen beim Torabschluss.

Diese Verunsicherung und die Ideenlosigkeit gegen eine offensive Abwehr gilt es zu analysieren, in der kommenden Trainingswoche zu diskutieren und abzulegen. Am kommenden Wochenende geht es dann zum Tabellenführer nach Neustadt – ein Spiel, bei dem man eigentlich alles nur besser machen kann, als in diesem Spiel gegen Rhein-Nette.

Es spielten: Leidig – Brück, Krafft, Quast (1), Berger (1), Schmidt (1/1), Müller (1/1), Groß, Demmer, Rödder, Buhr, Muders (1), Hild, Henrich (1).

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