SSV Damen unterliegen dem Bezirksligameister in spe deutlich

FSG Arzheim/Moselweiß II – SSV 95 Wissen 33:13 (19:6)

Moselweiß. Zum letzten Auswärtsspiel der Saison 2017/2018 mussten die SSV Damen zum Meister in spe, bei der FSG Arzheim/Moselweiß II in Koblenz anreisen. Die Vorzeichen standen denkbar schlecht, da man mit nur 9 Spielerinnen anreisen musste, von denen drei Spielerinnen Diana Gross, Alexandra Müller (Erkältung) und Tanja Quast (Sehnenanriss am Finger) angeschlagen in die Partie gehen mussten. Da darüber hinaus Lisa Kudlik nicht mit von der Partie war, musste man ohne etatmäßige Rechtsaußen antreten. Somit konnte die Devise nur lauten, mit den Kräften zu haushalten und Zeit von der Uhr zu nehmen. Außerdem sei es wichtig, einfache Ballverluste zu vermeiden um den Gegner, der personell aus den Vollen schöpfen konnte, sein Tempospiel nicht aufziehen zu lassen.

In der Anfangsphase sollte dieser Plan auch weitestgehend aufgehen und man konnte sogar in Führung gehen (2:3) bzw. bis zur 7:5-Führung für die FSG noch in Schlagdistanz bleiben. Im Anschluss kam der Gegner aber immer besser in die Partie und konnte sein schnelles Spiel aufziehen und sich somit deutlich und auch immer weiter absetzen. Die Damen des SSV verfielen in diesem Spielabschnitt in ihre schwächste Phase und es gelang ihnen nicht mehr, dagegen zu halten. Darüber hinaus lud man den Gegner durch technische Fehler und überhastete Abschlüsse immer wieder zu einfachen Torerfolgen ein.

In der Halbzeitpause zeigte der Trainer die Fehler auf, forderte die Spielerinnen aber zugleich auf, einen Strich unter den ersten Abschnitt zu ziehen und gedanklich noch einmal bei 0:0 zu starten.

Die SSV Damen schafften es noch einmal den Schalter umzulegen und kamen motiviert und in der Abwehr aggressiver und griffiger aufs Feld zurück. Im Angriff tat man sich nach wie vor schwer. Der Gegner versuchte nun auch mit einer etwas offensiveren Abwehrvariante, die aber eher ungestüm wirkte und die einige Lücken aufwies, die die Wissener Damen aber mit schwindenden Kräften auch nicht mehr konsequent zu nutzen vermochten, zu verunsichern. So gelang es aber immerhin, die 2. Hälfte besser zu gestalten als die erste, was die intakte Moral auf Seiten des SSV verdeutlichte.

Alles in allem kann man als Aufsteiger mit einem respektablen 5. Platz (10:18 Punkte) in dieser Saison durchaus zufrieden sein. Zieht man die vermeidbaren Niederlagen auswärts gegen Rhein-Nette und zu Hause gegen den TuS aus Weibern hinzu – Partien, die erst in der Endphase zu Ungunsten der SSV Damen verloren gingen – wäre auch noch ein ausgeglichenes Punkteverhältnis möglich gewesen.

Für die kommende Spielzeit werden Spielerinnen und Trainer alles daran setzen eine schlagkräftige Truppe aufzustellen und dabei die eigene Jugend noch weiter an die Seniorenmannschaft heran zu führen und in diese zu integrieren.

Es spielten: Christina Leidig – Talisa Berger, Katharina Buhr (1), Diana Gross (1), Larissa Henrich (1), Viola Hild, Elena Hombach (1), Jennifer Kemper (8/4), Alexandra Müller (1), Tanja Quast.